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30.11.2012

Kunstmuseum TG: Regierung weist Vorwürfe zurück

Das Thurgauer Kunstmuseum in der Kartause Ittingen ist zu klein - es muss vergrössert werden. Dieser Meinung ist der Thurgauer Regierungsrat und auch der Stiftungsrat der Kartause Ittingen.

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Über den Erweiterungsbau vom Kunstmuseum Thurgau in der Kartause Ittingen hat es Kritik gehagelt. Dies vor allem in punkto Finanzierung und Auftragsvergabe an einen Architekten. Nach einer Abklärung ist klar: Die Aufträge müssen nach den Regeln des Beschaffungsrechts vergeben werden. Das heisst: Die Aufträge hätten öffentlich ausgeschrieben werden sollen. Der Auftrag bleibt, dank einer Ausnahmeregelung, aber trotzdem beim Architekten, der den Auftrag bereits erhalten hat. Es handelt sich dabei um den «Hausarchitekten» der Kartause Ittingen.

Der Thurgauer Regierungsrat Jakob Stark versteht, dass es Irritationen gegeben hat und will sich auch an der eigenen Nase nehmen. «Vielleicht hätten wir das Ganze etwas früher genauer abklären müssen. Ich wundere mich aber ein wenig, dass das Thema so breit diskutiert wird.»

Nicht nur wegen der Auftragsvergabe muss sich die Thurgauer Regierung erklären. Kritiker werfen der Regierung vor, dass sie die Finanzierung des 11-Millionen-Franken-Projekts mit der Entnahme von neun Millionen Franken aus dem Lotteriefonds eigenhändig absegnen wolle. Jakob Stark weist dies entschieden zurück. «Indem wir Lotteriefonds-Gelder einsetzen, können wir Steuergelder sparen. Im Parlament muss zudem zuerst der Vier-Millionen-Kredit für die Sanierung des Kunstmuseums abgesegnet werden. Wir haben immer gesagt, wenn das Parlament die Sanierung ablehnt, wird auch der Erweiterungsbau nicht zustande kommen.»