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26.04.2013

Einsatz für eine lebendige und freundliche Altstadt

An der Generalversammlung des Forums attraktives Diessenhofen in der Kulturstube Löwen wurde die Jahresrechnung einstimmig genehmigt. Danach wurde über die Raumplanung diskutiert.

 

DIESSENHOFEN Die Rechnung 2012 weist einen Rückschlag von 88 Franken auf. Vorstand und Rechnungsrevisoren wurden für eine weitere Amtsperiode einstimmig gewählt. Danach orientierte Präsidentin Maja Bodenmann über die Open-Air-Filmvorführung am Samstag, 22. Juni auf dem Rathausplatz. Das Forum organisiert den Anlass und wählte dafür den Film «Länger leben» mit Mathias Gnädinger und Lorenz Keiser aus. Da der Eintritt gratis ist, hofft man, mit dem Erlös aus der Festwirtschaft die Kosten zu decken, Nach einer kurzen Pause referierte Roman Giuliani vor den 25 Anwesenden über Raumplanung. Giuliani ist Teil-haber eines Architekturbüros und plante und leitete in Diessenhofen unter anderem den Umbau des «Hirschen» zu Alterswohnungen. Bei der Raumplanung gehe es darum, die räumlichen Anforderungen in Bezug auf Verkehr, Umwelt, Bevölkerung und Wirtschaft abzustimmen, erklärte Giuliani. Und wünschenswert sei, dass man dort arbeite, wo man wohne.

Die Situation in Diessenhofen ist geprägt von der Grenze zu Deutschland und dem Rhein. «So können wir nur fünfzig Prozent Fehler machen», scherzte Giuliani. Er illustrierte mit Fotos von Diessenhofen gute und fragwürdige Raumplanung. Mit der Bemerkung: «Mit den Eingängen zu unserem Städtchen verkaufen wir uns schlecht», wies er auf unschöne Situationen bei den Zufahrtsstrassen hin. Die meisten führen durch Mischzonen mit Industrie- und Wohnbauten. Versöhnlicher war sein Hinweis, Diessenhofen sei so grün wie kaum eine andere Stadt. Die malerische Altstadt pries er als vorbildlich. Die Diskussion eröffnete Evi Schaad, Präsidentin der SP Diessenhofen, mit der Frage, warum die Bauordnung nicht immer durchgesetzt werde. Stadtschreiber Armin Jungi sagte, dass man mit einer Grauzone leben müsse. Weitere Votanten wiesen auf besonders unschöne Bausituationen hin. «Es wird nicht immer mit gleichen Ellen gemessen», stellte Walter Rüedi fest. Und Bürgerpräsident Urban Brütsch forderte, dass das Baureglement bei der nächsten Überarbeitung klarer formuliert wird. Die 52 Mitglieder des Forums attraktives Diessenhofen setzen sich für eine lebendige, lebensfreundliche Altstadt ein. Ziele sind unter anderem die Schaffung von Begegnungszonen, sanfter Tourismus und ein vielfältiger Wochenmarkt. (dr.)